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Schule

 

MUSIKBRÜCKE NACH POLEN

Der Anfang war im Schloss...

Die Freundschaft zwischen dem Gebiet Großpolens und dem „preußischen“ Gebiet, welches heute den Namen „Märkisch-Oderland“ trägt, begann - auf musikalischer Ebene - in den Schlössern beidseits der Oder in Deutschland und Polen.

Der Verein „Schlösser und Gärten in Brandenburg e.V.“ hatte schon vor Jahren die Idee, Schlösser und Gartenanlagen, welche auf Polnischer wie Deutscher Seite in der Zeit nach der friedlichen Revolution vor sich hin zerfielen, mehr ins Zentrum des öffentlichen Interesses zu rücken.
Damals waren es Musikschulleiter wie Christian Braun und Frank Finsch sowie Historiker wie Dr. Sylvia Rogge-Gau, welche auf die polnischen Nachbarn zugingen, um Schlösser auszuwählen, die Begegnungsstätten zwischen musizierenden Jugendlichen beider Seiten werden könnten.

Hieraus wurde nicht selten der Grundstein für die Sanierung jener Bau- und Kulturdenkmäler, hieraus entstand gleichermaßen die nächste Generation einer deutschen und polnischen musikalischen „Nachwuchselite“, welche auf beiden Seiten der Oder in zahllosen Wettbewerben überzeugen konnte.

Die Baudenkmäler aus der Kaiserzeit, die einst Ausgangspunkt vieler kultureller Ereignisse waren, zeigten ganz deutlich:
Der interkulturelle Austausch an Ideen und Interpretationsansätzen weiterte den Horizont, selbst wenn alle zunächst Sprachbarrieren überwinden mussten.
Gleichzeitig machten deutsche wie polnische Nachwuchsmusiker die Erfahrung:
Gemeinsam geht es besser.

Eine gemeinsame Basis für eine künstlerische Existenzgrundlage.

Mit Beginn des Jahres 2017 übernahm Dr. Alexander Saier, der gegenwärtige künstlerische Leiter des Projektes, das Amt des Kreismusikdirektors in Märkisch-Oderland und erkannte das besondere berufsbildende Potenzial dieser gemeinsamen Konzerte. Mit Unterstützung des Deutsch-Polnischen Jugendwerkes und des Ministeriums für Bildung und Jugend in Brandenburg baute er die gemeinsamen Konzerte zu Probenphasen und zu wettbewerbs- bzw. studienvorbereitenden Projekten aus.
Seit 2017 entstanden auch regelmäßige Konzertreisen in die Philharmonien von Berlin und Posen, die Nachwuchsorchester der Paderewski-Akademie konzertierten ebenso in den Märkischen Konzertstätten, wie die Auswahl-Ensemble der Kreis-Musikschule und Hugo-Distler-Musikschule in Posen, Dębno und Danzig (siehe Foto- und Videomaterial).


Herzliche Verbundenheit als Basis für notwendige Exzellenz.

Musiker werden, das bedeutet, sich ständig beweisen und das schier Unmögliche erreichen zu müssen. Der Leistungsdruck ist enorm.
Polen aber ist ein Land voller Herzlichkeit und Gastfreundschaft. Gerade im Umfeld der Familien der Studierenden der Musikakademie, welche manches Mal viel Zeit und Mühe in die private Unterbringung und Bewirtung unserer Berliner und Märkisch-Oderländischen Schüler investiert haben, gab und gibt es für die Deutschen Nachbarn herzliche Aufnahme und Interesse.
Was in Polen - Posen wie Dębno - den deutschen Gästen engegenschlug und schlägt, ist tiefes Interesse an persönlichem Erfahren des Gegenübers, an Faszination für gemeinschaftliches Arbeiten an musikalischer Interpretation.

Dies führte letztlich nicht nur zur Freundschaft von Wojciech Michalski und Dr. Alexander Saier sondern auch zu einer engen Zusammenarbeit von den in Posen geborenen Star-Musiker Krystof Polonek und Magdalena Krawczuk (Berliner Philharmoniker) und Dr. Alexander Saier mit dem Kulturreferenten Dr. Wolfram Meyer zu Uptrup. Beraten durch die aus Polen stammenden Spitzenmusiker entstanden somit gemeinsame Großprojekte, nicht nur mit tiefendimensionalem interpretatorischem Ansatz, sondern auch mit einer gezielt geplanten Trainings-Struktur, welche auf Probespiele und Orchesteralltag genauso vorbereitete, wie es die Realität eines professionellen Musikerlebens verlangt.

So konnte etwa von Kindern und Jugendlichen aus Berlin, Strausberg, Bad Freienwalde, Danzig und Krakau, die GESAMTE und ORIGINALE Petipa-/Iwanow-Inszenierung bzw. Choreographie von Peter Tschaikowskis „Nussknacker“ zu Weihnacht 2017 realisiert werden.

Bild-Material

Zudem debütierten Ende 2019 bereits ausgewählte Musiker aller Musikschulen entweder als Dirigenten und/oder Orchestermitglieder bzw. - Solisten in der Berliner Philharmonie.

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Beispiele, die Schule machen sollten,
wegen der Corona-Krise jedoch nicht fortgesetzt wurden.

Das von Dr. Saier initiierte, europaweit einzigartige Projekt „Jugend dirigiert“ wurde durch Direktor Michalski so leidenschaftlich gefördert, dass es nicht nur viel Unterstützung durch die polnische Solisten, sondern auch weitreichende Anerkennung und Einladungen gab.

Durch die vielfältige Unterstützung und die Konzerteinnahmen konnten insbesondere auch die polnischen Teilnehmer der Projekte unterstützt werden.


Durch Corona sind in diesem Jahr ausgefallen:

- ein Konzert in Berlin (Unser zweiter Termin in der Philharmonie)
- ein Konzert in Leipzig (Unser Debüt im Gewandhaus und der weltberühmten Thomaskirche)
- ein Konzert in Posen (Philharmonie)
- ein Konzert im Bürgerhaus Neuenhagen und in der Schlosskirche Altlandsberg

Daher beschlossen Dr. Alexander Saier und Direktor Wojciech Michalsky unter dem Titel „Musikbrücke“ Spenden zu sammeln, um die Konzertprojekte und Probenlager nachholen zu können.

Wenn jeder nur 20€ spenden würde, hätten alle Projekte eine Chance.
Projekte müssen in diesem Jahr auf den Weg gebracht werden!!!

Ansprechpartner für weitere Informationen und bei Fragen zu Spendenbescheinigung und Mittelverwendung:
Dr. Alexander Saier
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Machen Sie mit und unterstützen Sie die Arbeit der Musikschule Hugo Distler e.V. mit Ihrer Spende!
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